Heilpflanzen-Seminare, Kräuterseminare, Heilpraktikerausbildung, Schafgarbe

Schafgarbe

Wissenschaftlicher Name
Achillea millefolium

Wissenschaftlicher Name im Genitiv
Achilleae

Pflanzenfamilie
Korbblütler (Asteraceae)

Namensherkunft

Der Name Achillea wird traditionell mit Achilles in Verbindung gebracht: Als „Wundkraut“ soll die Schafgarbe in alten Erzählungen zur Versorgung von Verletzungen gedient haben. Millefolium bedeutet „tausendblättrig“ und beschreibt die fein gefiederten, in viele kleine Abschnitte gegliederten Blätter.

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Schafgarbenblüte in Großaufnahme

Geschichtliches und Mythologie

Die Schafgarbe zählt zu den bekanntesten Heilpflanzen der europäischen Volksheilkunde. Man schätzte sie als Kraut „für Wiese und Weg“, das bei kleinen Blessuren genauso griffbereit war wie bei Bauchbeschwerden nach schwerem Essen. Gerade dieses bodenständige Profil machte sie über Jahrhunderte zum typischen Hausmittel.

In der Überlieferung trägt sie den Ruf eines Wundkrauts – und gleichzeitig eines Kräutleins, das „Ordnung in den Bauch“ bringt. Diese Doppelrolle (äußerlich Haut, innerlich Verdauung) zieht sich wie ein roter Faden durch alte Kräutertraditionen.

rotblühende Variante der Schafgarbe

Botanik

Die Schafgarbe ist eine ausdauernde krautige Pflanze, meist 20 bis 80 cm hoch. Typisch sind die sehr fein gefiederten Blätter und die flachen, doldenartigen Blütenstände aus vielen kleinen Körbchenblüten, meist weiß bis zartrosa. Du findest sie häufig auf Wiesen, an Wegrändern, Böschungen und auf eher trockenen Standorten. Je nach Lage blüht sie ungefähr von Juni bis Oktober.

Heutige Anwendung

Heute nutzt man die Schafgarbe vor allem innerlich bei Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, Blähungen, krampfartigen Bauchschmerzen und Appetitmangel. Viele setzen sie auch ein, wenn die Verdauung nach üppigem oder fettreichem Essen „stockt“. Äußerlich wird sie traditionell als Umschlag, Waschung oder Bestandteil von Salben zur Hautpflege und bei beanspruchter Haut verwendet.

Kontraindikationen: nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Schafgarbe (Achillea millefolium); in der Schwangerschaft wird häufig auf Schafgarbe verzichtet.
Nebenwirkungen: selten Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Hautreizungen) möglich, besonders bei längerer äußerlicher Anwendung.
Wechselwirkungen: – keine bekannt –  

Traditionelle Anwendung

Traditionell verwendet man die Schafgarbe als Tee, Tinktur, Umschlag, Waschung oder Sitzbad. Innerlich steht sie in der Volksheilkunde für „Bauch und Galle“, äußerlich für die Pflege von strapazierter Haut und für kleine Alltagsverletzungen.

In Mischungen wirkt sie oft wie ein verbindendes Kraut: aromatisch, leicht bitter und „ordnend“ – ohne die Rezeptur zu übertönen.

Historische Aufzeichnungen

In vielen Kräutertraditionen wird die Schafgarbe als Wundkraut beschrieben und gleichzeitig als Pflanze für Magen und Bauch geführt. Diese Kombination erklärt, warum sie bis heute zu den am häufigsten genannten heimischen Heilpflanzen zählt.

Persönliche Erfahrungen

In meiner Praxis habe ich mit Schafgarbe als Sitzbad sehr gute Erfahrungen gemacht, auch begleitend bei Uterusmyomen. Ich habe dabei mehrfach erlebt, dass sich Myome im Verlauf deutlich verkleinert haben – in einzelnen Fällen sogar so, dass man von einer spürbaren Rückbildung sprechen konnte. Parallel zeigten sich bei Teekuren mit Schafgarbe erfahrungsgemäß oft positive Nebeneffekte auf die Blutwerte, teilweise mit überraschend deutlichen Verbesserungen.

Drogen und Zubereitungen

SymbolArzneidrogewiss. NameInfos und Bemerkungen
SchafgarbenkrautMillefolii herbaDie getrockneten oberirdischen Teile
SchafgarbenölÖlauszug aus Millefolii herbaAngesetzt mit dem getrockneten Kraut:
10 g Schafgarbenkraut pro 100 g Olivenöl
SchafgarbentinkturTinktur aus Millefolii herbaAngesetzt mit dem getrockneten Kraut:
10 g Schafgarbenkraut pro 100 g Alkohol 40 %ig

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