Die Hagebutte, die Frucht unserer einheimischen Wildrose (Rosa canina) hat so einiges zu bieten. Neben ihrem außerordentlich hohen Gehalt an Vitamin C von etwa 420 mg/100g der Früchte (Zitronen enthalten übrigens nur ca. 50 mg/100g), verbessern sie auch Arthritis-Beschwerden. Das belegen mehrere Studien. In einer davon verringerten sich bei rund 65 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Schmerzen.
Dabei genügten 25 g getrocknete Hagebutten über den Tag verteilt.

Es lohnt sich also in jedem Fall, eine schöne Wildrose in seinem Garten zu beheimaten. Mit ihren zahlreichen Blüten stellt sie übrigens eine beliebte Nektar- und Pollenquelle für Bienen und andere Insekten dar.
Die Früchte kann man im Herbst ernten, sobald sie schön leuchtend rot sind. Vor dem Verzehr muss man jedoch unbedingt die Kerne sorgfältig entfernen, da sie einen unangenehm starken Juckreiz auslösen können.

Wer die Hagebutte zur Behandlung seiner Arthrose einsetzen möchte, muss einen wichtigen Punkt beachten: Der für die eigentliche Wirkung bei Arthrose verantwortliche sekundäre Pflanzenstoff Galactolipid ist äußerst wärmelabil.
Zu Marmelade verarbeitete Früchte haben somit ihre positiven Effekte weitgehend eingebüßt.
Man sollte sie zur Konservierung also besser einfrieren oder bei schonenden Temperaturen von nicht über 40°C trocknen. 

Dies ist leider auch bei getrockneten Früchten aus der Drogerie oder Apotheke nicht immer gewährleistet, denn in der Massenproduktion wird unter Wäremezufur mit großen Trocknungsanlagen gearbeitet. Wenn man es selbst macht, weiß man was man hat.

Getrocknete Hagebutten schmecken leicht süß-sauer und passen prima zu Müsli. Man kann sie jedoch auch pur genießen als Snack füt zwischendurch.