Blüte der Mariendistel
Blüte der Mariendistel

Die Mariendistel (Silybum marianum) ist eine schon seit dem Altertum bekannte Heilpflanze. Um 1564 erwähnt sie der deutsche Naturforscher Adam Lonitzer erstmals in seinem Kräuterbuch als Mittel gegen Seitenstechen. 1755 konkretisiert der Schweitzer Mediziner Albrecht von Haller diese Aussage und lobt sie als Mittel bei allen Gebrechen der Leber. Und noch heute gilt die Mariendistel in der traditionellen Volksheilkunde als das beste Lebertonikum schlechthin. Man verwendet dabei hauptsächlich die Früchte der Pflanze. Sie werden unterstützend bei jeglichen toxisch bedingten Schäden der Leber eingesetzt, aber auch bei entzündlichen Lebererkrankungen und sogar bei Leberzirrhose.
Ihre Wirksamkeit konnte die Mariendistel mittlerweile in zahlreichen Studien unter Beweis stellen. Hauptverantwortlich für ihre leberschützenden Eigenschaften ist ein Gemisch von Flavanonolderivaten, das sogenannte Silymarin. Als isolierter Wirkstoff wird es in der Medizin u.a. zur Behandlung von Knollenblätterpilzvergiftungen eingesetzt. Dadurch konnte die Sterblichkeit bei einer solchen Vergiftung von durchschnittlich 40% auf unter 10% reduziert werden.
Die möglichen Nebenwirkungen der Mariendistel sind ausgesprochen mild und erstrecken sich von leichten Blähungen bis hin zu einer leicht abführenden Wirkung.
Die Mariendistel kann auch vorbeugend als Kur eingesetzt werden. Beispielsweise um Frühjahr im Rahmen einer Entschlackungskur leistet sie gute Dienste. Sie wird dann gerne mit Löwenzahn und Artischocke kombiniert.