
Diese Salbe ist auf der Haut wie ein schützendes „Pflaster aus der Natur“: Harz, Öl und Wachs bilden einen zähen, gut haftenden Film. Der bremst den Feuchtigkeitsverlust, schützt vor Wind, Reibung und Schmutz und gibt rissigen, strapazierten Stellen die Ruhe, die sie zum Glattwerden brauchen. Gleichzeitig bringen Nadelbaumharze harztypische Pflanzenstoffe mit, die traditionell als hautberuhigend gelten. Du bekommst damit keine klassische Feuchtigkeitscreme, sondern eine Schutz- und Regenerationssalbe – ideal, wenn Hände und Haut im Alltag einfach „zu viel abbekommen“.
Harzsalbe selber machen
Der Schlüssel zu einer richtig angenehmen Harzsalbe ist sauberes Arbeiten und gutes Filtern. Dann wird sie glatt, streichfähig und nicht „krümelig“.
Zutaten
| 20–30 g | |
| 100 ml | |
| 10–15 g |
Optional kannst du einen Teil des Öls durch Ringelblumenöl ersetzen, wenn du die Salbe noch stärker in Richtung „Hautpflege“ ausrichten willst. Das Grundrezept funktioniert aber auch ohne Extras sehr gut.
So geht’s
Harz vorbereiten. Wenn das Harz noch Rinden- und Holzkrümel trägt, entfernst du grobe Stücke mit der Hand. Ein praktischer Trick: Harz kurz einfrieren, dann bricht es leichter und du bekommst grobe Verunreinigungen schneller ab. Stoße es zu kleinen Stückchen in einem Mörser.
Harz im Öl lösen. Gib Harz und Öl in ein hitzefestes Glas und stelle es in ein Wasserbad. Das Öl soll warm werden, nicht kochen. In diesem Bereich löst sich das Harz nach und nach. Rühre gelegentlich um und gib dem Ansatz 45 bis 90 Minuten. Kleine ungelöste Reste sind kein Drama, die trennst du später beim Filtern.
Filtern. Gieße das warme Harzöl durch ein sehr feines Sieb oder ein Tuch. Wenn du eine richtig glatte Salbe willst, filterst du ein zweites Mal. Hier entscheidet sich, ob die Salbe später „sandig“ wird oder angenehm cremig bleibt.
Mit Wachs binden. Erwärme das gefilterte Harzöl erneut im Wasserbad und gib das Bienenwachs dazu. Rühre, bis alles vollständig geschmolzen ist. Für eine eher weiche Salbe reichen etwa 10 g Wachs auf 100 ml Harzöl, für eine festere, stärker schützende Salbe nimmst du etwa 15 g.
Tellerprobe. Setze einen Tropfen auf einen kalten Teller. Nach einer Minute fühlst du die Konsistenz. Ist sie zu weich, gibst du etwas Wachs dazu und schmilzt erneut. Ist sie zu fest, ergänzt du ein wenig Öl.
Abfüllen. Fülle die Salbe noch warm in saubere Tiegel oder Drehsticks. Lass alles in Ruhe auskühlen, dann erst verschließen und beschriften.
Anwendung
Du trägst die Harzsalbe dünn auf beanspruchte, trockene oder rissige Stellen auf. Besonders gut funktioniert sie, wenn die Haut vorher noch minimal Restfeuchte hat, weil der Film dann das Wasser besser „festhält“. Für Hände ist sie ideal als Abendpflege oder als Schutzschicht vor Kälte und Outdoor-Arbeit.
Haltbarkeit und Lagerung
Kühl und dunkel gelagert hält die Salbe meist ein Jahr und länger. Saubere Arbeitsweise, trockene Tiegel und ein stabiles Öl verbessern die Haltbarkeit deutlich.
Wenn die Salbe nicht perfekt wird
Fühlt sie sich „körnig“ an, war das Filtern zu grob. Wird sie bröselig, ist meist zu viel Wachs drin. Wird sie zu weich, fehlt Wachs. Du kannst sie jederzeit wieder im Wasserbad schmelzen, nachjustieren und neu abfüllen.
